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Irgendwo zwischen Selbstliebe und Motivation

Meine Lieben,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ist das Thema Selbstliebe auf Instagram gerade ein richtiger Trend. Lange Texte, Dehnungsstreifen, Cellulite, „Lieb dich so wie du bist“-Quotes,…ich denke ihr wisst, was ich meine. Dagegen spricht auch absolut nichts, im Gegenteil! Es ist toll, dass man neben den Unmengen an perfekter Frauenkörper auf Instagram auch mal auf den Boden der Realität heruntergeholt wird und sieht, dass kein Mensch perfekt sein muss 🙂 Aber erst vor einigen Tagen habe ich wieder irgendwo den Satz gelesen „Keine Diät der Welt macht dich glücklich!“…und das hat mich etwas zum Nachdenken gebracht.

Versteht mich nicht falsch, aber wenn jemand unglücklich mit sich selbst ist, eigentlich etwas an seinem Körper verändern will, sich unwohl fühlt, etc. – was ist daran so verwerflich, etwas zu ändern? Mit einer positiven Veränderung kommt doch neue Motivation, neues Körpergefühl, Ausstrahlung, Zufriedenheit, bessere Laune und vieles mehr! Und wenn einem eine Diät (oder nennen wir es Ernährungsumstellung) dazu verhilft, warum nicht?

Natürlich kommt es immer auf die Umstände an, das ist mir absolut klar! Aber generell denke ich, dass Zufriedenheit und Lebensfreude sehr stark mit dem körperlichen Befinden zusammenhängen. Hier betone ich, wie so oft: Es geht dabei nicht um Zahlen auf der Waage, BMI, Körperfettanteil oder sonstiges, sondern um das individuelle Wohlbefinden einer Person. Wenn sich eine etwas kräftigere Frau, mit ein paar Kilo mehr auf den Hüften absolut wohl fühlt, dann muss sie auf keinen Fall eine Diät machen! Und wenn sich jemand, der generell schlank ist, aber vielleicht etwas Bauchfett verlieren möchte, sich nicht ganz so wohl fühlt und 3 Kilo abnehmen möchte, dann soll er/sie das doch tun! Solange sich alles im gesunden Bereich abspielt (!) und man die Möglichkeit hat, etwas zu ändern, finde ich es bemerkenswert, wenn man es durchzieht! Aber jemanden quasi zu sagen: “Ach, lass es doch gleich, wird dich sowieso nicht glücklicher machen, lern lieber dich so zu akzeptieren!“ – dem stimme ich nicht zu.

Natürlich ist mir auch bewusst, dass wir in einer Zeit leben, in der das äußere Erscheinungsbild immer wichtiger wird und sehr viel Oberflächlichkeit an den Tag gelegt wird. Das führt dazu, dass schon junge Mädchen anfangen, etwas an ihrem Körper auszusetzen und unglücklich mit sich selbst sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir lernen, vernünftig zu denken und unsere kleinen Makel zu akzeptieren. Dennoch müssen wir nicht alles an uns lieben und wenn jemand (Beispiel) die zusätzlichen 8 Kilo, die letztes Jahr dazugekommen sind, wieder loswerden möchte, dann würde ich denjenigen eher unterstützen bzw. ihm zur Seite stehen, anstatt ihm die anfängliche Motivation zu nehmen.

Ich hoffe sehr, ihr versteht meine Aussage in diesem Post. Auf keinen Fall möchte ich wem zu nahe treten oder jemanden damit angreifen. Die sogenannten „Selbstliebe“-Accounts helfen wahnsinnig vielen Frauen und das ist wirklich etwas Schönes! Aber man muss auch nicht mit allem übereinstimmen, und das gilt umgekehrt natürlich genauso. Ihr könnt mir gerne euer Feedback oder eure Meinung dazu in den Kommentaren hier hinterlassen, darüber freue ich mich immer sehr!

Fühlt euch gedrückt,

eure Gerid

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9 Comments

  • Reply Doreen November 7, 2016 at 5:07 pm

    Ich bin ganz deiner Meinung 👍

  • Reply Amelie November 7, 2016 at 5:43 pm

    Bin deiner Meinung 🙂 Jeder soll machen, was ihn/sie glücklich macht! 😇💗
    Ich bin selber ziemlich schockiert, wenn ich Bilder von jungen Mädchen sehe, die total schlank sind und sich selbst als fett und hässlich bezeichnen…😐 Weil ich selber bin auch erst 15 Jahre alt, normal von Gewicht und Körperbau und klar gibt es ein paar Stellen an mir, die ich nicht mag, aber deshalb würde ich mich nicht fett nennen. Es ist so super wie du deine Ernährung im Griff hast, und dir auch mal was gönnst. 😛
    Bist auf jeden Fall ein Vorbild für mich, haha. <3

    • Reply Gerid Rux November 7, 2016 at 5:50 pm

      Das ist süß von dir danke ☺️💕🙏🏼

  • Reply Saskia November 7, 2016 at 7:54 pm

    Hallo Gerid,
    Ich finde das einen ganz tollen Blogpost und kann dem allen selbst nur zustimmen & vertritt auf jeden Fall meine Meinung.
    Auch ich habe in letzter Zeit aus meiner Essstörung raus gefunden und jetzt wieder ein paar Kilos zu viel, die ich einfach wieder runter haben möchte, aber danach ein GESUNDES Gewicht lernen möchte zu halten.
    Da hast du wirklich eine Vorbildfunktion!

    Also nochmal schöner Blogpost & einen schönen Abend noch. 🙂

    • Reply Gerid Rux November 7, 2016 at 8:05 pm

      Vielen Dank liebes! Dir auf jeden Fall viel Erfolg weiterhin☺️🙏🏼❤️

  • Reply Julia November 8, 2016 at 5:22 pm

    Hallo 😊
    Ich bin voll deiner Meinung & kann eigentlich gar nicht wirklich was hinzufügen, weil du voll recht hast! Selbstliebe ist wichtig, aber das darf der Motivation nicht im Wege stehen! Denn ich denke auch, dass Selbstliebe einfacher zu “bekommen” ist, wenn man mit sich selbst zufrieden ist und nicht dazu “gezwungen” wird, zufrieden zu sein.. Es muss alles im gesunden Maße einfach ablaufen! 😊
    Hab noch einen schönen Abend! 😘

  • Reply Evelyn November 30, 2016 at 10:47 am

    Liebe Gerid,
    Ein sehr schöner Blogpost, ich finde du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! 👍 Ich habe selbst vor ein paar Jahren mal ein paar kg zu und wieder abgenommen und generell hat mich das natürlich nicht wirklich glücklicher gemacht, denn Glück lässt sich nicht direkt von ein paar kg Körperfett abhängig machen. Aber ich bin weniger gestresst wenn ich in den Spiegel schaue oder Gewand anprobiere. Und gerade Stress macht auf Dauer sehr unglücklich. Insofern macht mich ein niedriger BMI nicht glücklicher aber mein Leben ein wenig angenehmer. Und das ist mir schon sehr wichtig!
    Liebe Grüße!

    • Reply Gerid Rux Dezember 5, 2016 at 4:39 pm

      Das kann ich sehr gut nachvollziehen! Ganz liebe Grüße zurück! <3

  • Reply Lavinia Dezember 28, 2016 at 11:09 am

    Liebe Gerid,
    Ich denke bei dieser “Selbstliebe-Sache” geht es vorallem um Menschen (vmtl. größtenteils junge Frauen) bei denen “ich nehme noch drei Kilo ab und bin dann zufrieden mit mir” so einen großen Stellenwert annimmt, dass es unglücklich macht und auch das Abnehmen blockiert. Das sind wohl diejenigen, die immer und immer wieder in alte Schemata zurückfallen. Wenn es da mal Klick macht, die Selbstakzeptanz über das Abnehmen gestellt wird und man von Grund auf erstmal zufrieden mit sich ist, sodass man mit (und nicht an oder gegen) seinem Körper arbeiten kann, dann sind auch die paar Kilos leichter zu verlieren, die eventuell zum absoluten Wohlfühlgewicht noch fehlen.
    Und klar ist: man soll natürlich nie aufhören an sich zu arbeiten. Aber es soll nicht in Selbsthass ausarten…

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